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Freitag, 14. November 2014

Ein Jahr…

Wie schnell dieses Jahr doch vergangen ist. Erst heute fällt mir das auf. Ich habe wenig zurück gedacht in diesem Jahr. Die Abstände zwischen den kardiologischen Untersuchungen wurden immer länger, haben sich jetzt auf halbjährlich eingependelt. Letzte Woche sagte Jonas zum ersten Mal: „Mama, ich merke jetzt, dass etwas anders ist, besser ist, ich habe mehr Kondition“. Er war auf einem Fußball-Geburtstag im Soccer-Center. Er meinte, er wäre gerannt wie ein Verrückter und gar nicht müde geworden.
 
Draußen wird es jetzt doch langsam Herbst und das löst bei mir ja seit nun 15 Jahren die Erinnerung an die Zeit nach Jonas Geburt im September/Oktober 1999 im Klinikum Aachen aus. Jetzt kommt noch die Erinnerung an St. Augustin im November 2013 dazu. Ich habe mir letzte Woche einen Abend Zeit genommen und mir meine Berichte in diesem Blog noch einmal durchgelesen, danach war alles wieder sehr sehr nah.
 
Heute vor einem Jahr, da musste ich mein Kind zum zweiten Mal an der Herz-OP Schleuse abgeben. Ich war so froh, dass Moni dabei war. Danach sind wir durch Bonn gelaufen und haben versucht uns abzulenken, bis der erlösende Anruf um 14 Uhr aus der Klinik kam, dass die OP gelaufen und Jonas jetzt auf der Intensivstation sei. Wir sind sofort zum Auto und losgefahren. Um 14.05 Uhr kam die email, dass unser Hund geboren sei. Ich war so überrascht und überwältigt, dass ich einen kurzen Schrei ausgestoßen habe. Moni zuckte sofort zusammen und schaute mich panisch an. Ich hatte Tränen in den Augen als ich zu ihr sagte: „Jetzt ist auch noch der Hund gerade geboren“. Ihre Reaktion: „Du machst mich fertig!“. :)
 
Ich fand das sehr rührend, als sollte es so sein. Dieser zeitliche Zusammenhang, das war einfach unglaublich, da hatte niemand mit gerechnet. Wo wir doch seit Jahren sagen, ein Hund erst, wenn Jonas die zweite OP hinter sich hat, einfach unfassbar.
 
So hat sich alles normalisiert und eingespielt. Jetzt ist Jonas schon in der 9. Klasse und langsam beginnen wir zu überlegen, was er nach der 10. machen wird. Wir werden sehen.

4 Kommentare:

  1. Wir kennen uns zwar noch nicht so lange und ich bin "nur" Hundemama, aber ich bekomme Gänsehaut und Tränen in die Augen, wenn ich deine Zeilen lese.
    Ich wünsche euch, aber vor allem Jonas, dass ihr in den nächsten Jahren weiter ein komplikationsfreies Leben führen könnt und dass diesen Momenten, in denen Jonas spürt, dass etwas besser geworden ist, noch ganz, ganz viele folgen werden.
    Eines habt ihr vielen anderen Menschen jedenfalls voraus: ihr wisst was LEBEN bedeutet und wisst ein gesundes Leben mehr zu schätzen!
    Alles Liebe euch! Nina

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  2. Alles wird gut, fällt mir gerade von Nina Ruge ein, es ist eine Phrase, aber sie trifft es ausnahmsweise mal.
    Alles Gute für euch, und besonders für Jonas.

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  3. Liest sich im doppelten Sinne gut! Freu' mich mit!

    Grüße von
    Howie

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