Ich mag nicht darüber reden, kann einfach nicht Rede und Antwort
stehen, so lange ich es nicht selber akzeptiert und sortiert habe im Kopf. Aus
diesem Grunde habe ich noch fast niemanden von dem Ergebnis der Herzuntersuchung
in der Uni Düsseldorf letzten Dienstag erzählt. Schreiben kann ich jetzt, nach
6 Tagen. Es ist zu erahnen, das Ergebnis ist nicht gut. Die Aortenklappe
schließt schlecht, es fließt jede Menge Blut zurück in die linke Herzkammer,
diese ist vergrößert. Die letzte OP ist nicht einmal zwei Jahre her,
einigermaßen fassungslos hörte ich mir das Resümee der Ärztin nach der
Untersuchung an. Weitere Untersuchungen wären nötig, MRT, Belastungs EKG….dann
dieser Satz: „Sie dürfen nicht vergessen, das ist ein sehr sehr schwerer
Herzfehler, keiner, bei dem es mit 2 oder 3 OP’s getan ist, da muss man immer
wieder ran…“. Mein Verdrängungsmechanismus funktioniert seitdem nicht mehr
besonders gut. Und der ist für mich persönlich in diesem Fall sehr wichtig, um
einfach ein normales Leben zu führen. Zwischen den OP’s.
Ich hatte der Ärztin von der bevorstehenden Zöliakie Untersuchung
erzählt, sie findet das Herz jetzt wichtiger. Aber jeder Arzt findet sein Gebiet
wichtiger. Je länger Jonas sich falsch ernährt, desto mehr schadet er seinem
Körper. Ich finde auch das wichtig. Problem ist, bei der Ärztin waren wir das
erste Mal, ich kann sie nicht einschätzen. Bei dem Vorgänger Professor waren
wir jahrelang, da wusste ich genau, was ich wie einzuordnen habe. Jetzt weiß
ich es nicht. Auch nicht, ob wir in Düsseldorf bleiben oder direkt nach St.
Augustin zur Untersuchung fahren. Die Kinderkardiologie in Düsseldorf wird
offensichtlich immer mehr aufgelöst, die zuständige Sekretärin da hat mir das Dienstag wieder bestätigt.
Ich werde mit Dr. Kahl sprechen, nach den Ferien. Er bekommt den Bericht
aus der Uni zugeschickt. Meine momentane Tendenz ist, November/Dezember die
Untersuchungen in Düsseldorf zur Abklärung der Zöliakie und im Januar St. Augustin.
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