In der ersten Woche unseres Urlaubs rief mich Dr. Horke aus Hannover an um mir mitzuteilen, dass Jonas für die TE-Klappe nicht infrage kommt. Er braucht ja eine neue Aortenklappe und die gibt es in der für ihn passenden Größe nicht als TE-Klappe. Dr. Horke ist der Meinung, dass eine künstliche Klappe für Jonas die beste Lösung wäre, da sie -im Gegensatz zur biologischen- nicht mehr ausgetauscht werden muss. Leider bedeutet das dann für Jonas lebenslang die Einnahme von Marcumar. Der Homograft mit der Pulmonalklappe würde direkt mit ausgetauscht, was zwar nicht dringlich ist aktuell, aber dann hätte er sehr lange Ruhe. Der Homograft hätte wahrscheinlich eine Lebensdauer von 15-20 Jahren und könnte dann sogar ggf. mittels Herzkatheder ausgetauscht werden.
Leider kann mit der OP auch nicht mehr lange gewartet werden, da die Aortenklappe schon ziemlich undicht ist das heißt, es fließt immer recht viel Blut zurück in die Herzkammer. Am liebsten wäre Dr. Horke eine OP noch dieses Jahr gewesen. Jonas fängt am Montag seine Lehre an und wenn es irgendwie möglich ist würde ich es gerne vermeiden, dass er direkt am Anfang wochenlang ausfällt. Davon mal abgesehen haben Jost und ich dieses Jahr fast keinen Urlaub mehr. Wir haben also jetzt abgemacht, dass ich mir das alles durch den Kopf gehen lasse und Jonas engmaschig hier von Dr. Kahl untersucht wird. Bei einer Verschlechterung müsste die OP noch dieses Jahr durchgeführt werden, ansonsten können wir das bis ins nächste Jahr schieben. Ich habe das gestern schon am Telefon mit Dr. Kahl besprochen. Die schriftlichen Unterlagen aus Hannover sind auch bisher nicht eingetroffen, Dr. Kahl hakt da jetzt nach.
Ich musste das erst mal sacken lassen. Aber es ist wie es ist und wir müssen irgendwie damit umgehen jetzt.
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