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Dienstag, 14. November 2017

TE-Klappe


Über das Internet bin ich auf die sogenannte TE-Klappe aufmerksam geworden:

"Die Herzchirurgie entwickelt sich – wie alle Bereiche der Medizin – ständig weiter. In Hannover wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem Herzklappen so behandelt werden, dass alle fremden Zellen entfernt werden (TE-Klappe: „tissue-engineerte“ Klappe bedeutet soviel wie „Gewebe-bearbeitete“ Klappe). So bleibt ein Gerüst, auf dem sich die körpereigenen Zellen nach der Implantation ausbreiten können. Im Idealfall passt sich die Klappe den veränderten Bedingungen an - und hält besonders lange."

Jonas Aortenklappe wird irgendwann erneuert werden müssen. Sie wurde bereits zwei Mal gerichtet, ein drittes Mal wird es wohl nicht geben. Eine neue Klappe nach herkömmlichen Methoden würde bedeuten, Möglichkeit A: Eine mechanische Klappe, riesen Nachteil, lebenslange Einnahme von Marcumar wegen der Blutgerinnung. Möglichkeit B: Eine biologische von einem Tier, Nachteil, keine lange Haltbarkeit.

In Hannover, als einzige Klinik in Deutschland, wird bereits die TE-Klappe implantiert. Wie immer muss man sich selber dahinter klemmen. St. Augustin hat das natürlich mit keinem Wort erwähnt. Ich habe mich da jetzt durchgelesen, mit anderen Eltern gesprochen, deren Kinder das entweder schon hinter oder noch vor sich haben, Dr. Kahl drauf angesprochen und dann Hannover angeschrieben, ob wir dafür in Frage kämen. Sie haben jetzt weitere Unterlagen von mir erbeten, die ich gerade sammle von diversen Stellen. Die schicke ich dann nach Hannover, anschließend setzen sich die Kardiologen und Chirurgen dort zusammen und sollte Jonas infrage kommen, werden wir zur Untersuchung nach Hannover fahren. Wenn wir Glück haben, werden wir aufgenommen/gelistet. Das heißt, sollte Jonas - wann auch immer - eine neue Klappe bekommen, wäre das eine aus einem Spenderherz, die dann vom Körper als eigene anerkannt und mit Glück nicht mehr ausgetauscht werden muss. Das wäre sensationell. Hier noch ein link zu einem Film:

TE Klappe/Hannover

Heute jährt sich übrigens die OP in St. Augustin zum vierten Mal. Vielleicht bin ich deshalb heute gedanklich so intensiv bei dem Thema.
  

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