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Sonntag, 17. November 2013

Tag 3 post-op


Es werden immer weniger Medikamente. Als Dauertropf hat Jonas jetzt nur noch Heparin...
Gestern hat er wohl noch relativ viel gejammert, heute war es etwas besser. Einmal musste er sich übergeben, wahrscheinlich von den Schmerzmitteln. Danach hatte er aber Hunger und hat gegessen. Gestern ist Jonas das erste Mal aufgestanden und durfte ein paar Schritte gehen. Am zweiten Tag nach der OP, ist schon irgendwie unglaublich, das hätte ich nie erwartet. Anscheinend hat er auch zu Jost gesagt, dass er gerne wieder zur Schule möchte. Ich überlege gerade, ob vielleicht mit der Narkose irgendwas schief gelaufen ist und ich mir ernsthaft Sorgen machen muss ;).

Über die Thrombosestrümpfe hat er so lange geschimpft und gejammert, bis die Schwester ihm erlaubt hat sie auszuziehen. Ich sehe das leidende, theatralische Gesicht förmlich vor mir. Bei der Blutabnahme war es das Gleiche, da ging auch fast gar nix. Die Ärztin hatte dann, anstatt eines vollen Röhrchens, nur ein paar Tropfen, weil er sich so angestellt hat. Sie erzählte mir dann später, dass sie selber im Labor angerufen und die Kollegen dort bequatscht hätte, dass sie damit auskommen müssen. Ich nehme mal an der Gedanke, das nochmal bei Jonas machen zu müssen, war relativ abschreckend für sie.

Udo und Sabine waren heute zu Besuch. Sabine wurde, wie ich hörte, aufgetragen Spaghetti aglio olio zuzubereiten und ihm beim nächsten Mal mitzubringen. Sie ist gerade dabei einen Henkelmann zu organisieren, wie sie mir eben schrieb. Unglaublich, wie Monsieur vom Krankenbett aus die Leute durch die Gegend scheucht :). Die Schwestern sind sicher auch stumm vor Glück, wenn die ganze Station nach Knoblauch riecht.

Morgen Abend fahre ich hin und löse Jost ab.

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