Heute waren wir pünktlich um 10 Uhr in der MHH. Nach dem obercoolen Typ an der Patientenannahme und der wie ich fand sehr eingebildeten Chefsekretärin (war bisher in jedem Krankenhaus so), war die herzerfrischende Art der Schwester auf der Station geradezu eine Erholung. Der von da aus zu absolvierende Untersuchungsmarathon war wie erwartet ziemlich nervig. Ein Labyrinth ist nichts gegen eine große Klinik, mit allen möglichen zu findenden Zonen, Aufzügen, Abteilungen, Wartebereichen. Der uns an die Hand gegebene Laufzettel war eine Katastrophe, am liebsten hätte ich einen Stift gezückt und jegliche Wegbeschreibung korrigiert. Ständig mussten wir irgendwen fragen, weil wir wieder in einer Sackgasse gelandet sind oder die Gänge kein Ende nahmen und das gesuchte Ziel unauffindbar war.
Mit dem Stationsarzt haben wir auch schon gesprochen. Was er so erzählte hörte sich für mich sehr gut an, besser als ich erwartet hätte. Er sagte uns, dass die Klappen im Idealfall ein Leben lang halten. Natürlich kann immer mal etwas sein damit, aber das kann auch bei jedem anderen herzgesunden Menschen passieren. Was mir im Nachhinein einfiel, Jonas hat ja nicht nur die Problemzone Herzklappen, sondern noch andere. Ob denn da noch mal ggf. eine erneute OP notwendig ist, das muss ich morgen unbedingt fragen. Das Gespräch mit dem Anästhesisten und dem Herzchirurgen werden wir auch erst morgen haben. Jonas ist jetzt auf der Station und ich schlafe in der für zunächst einmal zwei Wochen angemieteten Wohnung. Morgen früh fahre ich direkt wieder zu ihm. Dank Lea habe ich ja jetzt schonmal ein Fahrrad 😊.

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